Einmal bis nach Sevilla
Fünf-Seen-Lauf-Verein musste beim beliebten Crosslauf der Schulen improvisieren
SCHWERIN Eigentlich ist die Herbst-Zeit in Schwerin auch immer Cross-Lauf-Zeit. Doch weil im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie so vieles anders ist, musste auch der Fünf-Seen-Lauf-Verein bei seinem Laufwettbewerb der Schweriner Schulen etwas improvisieren. Anstatt alle Schulen an einem Ort zu versammeln, kam man beim Verein zusammen mit Stadtsportlehrer Olaf Peters auf die Idee, den Crosslauf im Rahmen des Schulsportunterrichts in den jeweiligen Schulen durchzuführen.
Knapp zwei Monate hatten die Schulen Zeit, im Unterricht Meter um Meter zu laufen. Jeder Schüler konnte dabei eine beliebig lange Strecke absolvieren. Am Ende wurden alle Distanzen der Schüler der jeweiligen Schule addiert. Und herausgekommen sind dabei beachtliche Leistungen.
Die Astrid-Lindgren-Schule zum Beispiel mobilisierte als beste Schule 596 Schülerinnen und Schüler, die am Ende satte 2741,6 Kilometer liefen. Also einmal von Schwerin bis nach Sevilla in Spanien. Die IGS Bertolt-Brecht schaffte es zumindest noch bis ins italienische Mailand. Die 543 Schülerinnen und Schüler liefen 1238,04 Kilometer. Für die 515 Schülerinnen und Schüler des Fridericianums war nach 1051,05 Kilometern in London und auf Platz drei Schluss.
Insgesamt beteiligten sich zwölf Schulen aus Schwerin am Wettbewerb. Beim Fünf-Seen-Laufverein und bei der Stadt ist man froh, trotz der schwierigen Situation bei den Kindern die Sportbegeisterung fördern zu können. Gleichzeitig haben die Spendengelder, die beim Silvesterlauf gesammelt wurden, eine Verwendung gefunden.
(habi)