4. März 2025

Exzellenzpraktikum Implantat-Technologie

Exzellente Schülerinnen vom Gymnasium Fridericianum Schwerin machen erste Schritte in der Medizintechnik am Institut für Implantat-Technologie und Biomaterialien e.V.

Das Gymnasium Fridericianum Schwerin als Landesprofilschule MINT und das Institut für Implantat-Technologie und Biomaterialien e.V. (IIB e.V.) als außeruniversitäre Forschungseinrichtung haben seit 2023 eine Kooperation zur Förderung von interessierten und leistungsstarken Schülerinnen und Schüler.

In diesem Rahmen wurde das jährliche Exzellenzpraktikum vom 17. bis 21. Februar 2025 ausgerufen, welches zwei engagierten Schülerinnen des Gymnasiums Fridericianum Schwerin die Möglichkeit bot, Einblicke in die Welt der Medizintechnik zu gewinnen.

Abb. 1: Institutsdirektor Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz bei der Übergabe der Zertifikate und Praktikumszeugnisse an die beiden Exzellenzpraktikantinnen Kira Blankenburg und Anna-Charlott Brockhof, die durch Ihre Lehrerin Christin Bouvier begleitet wurden (v.l.n.r)

Innerhalb des Praktikums sollten die Entwicklung, Herstellung und Testung von Medizinprodukten für unterschiedliche klinische Fragestellungen im Fokus stehen, insbesondere die Stenttechnologie für die Therapie in der Herz-Kreislaufmedizin und die Gynäkologie.

Höhepunkte des Praktikums waren sicherlich Vorlesungen bei Herrn Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock a.D. und Gefäßchirurg, sowie Herrn Prof. Dr. Andreas Wree, Anatom an der Universitätsmedizin Rostock. Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen Teil des Instituts kennen lernen durften, beschäftigten sie sich mit der Erstellung eines Praktikumsberichtes, die einen theoretischen und experimentellen Teil beinhalteten.

Während des Praktikums beschäftigte sich Kira Blankenburg mit der Entwicklung von Koronarstents, die bei der Behandlung verengter Herzkranzgefäße eingesetzt werden. Anna-Charlott Brockhof widmete sich dem Eileiterstent, einer innovativen Lösung zur Behandlung von Eileiterverengungen, die ungewollt kinderlosen Paaren eine Therapieoption bieten kann.

Beide Praktikantinnen führten praktische Laborarbeiten durch, arbeiteten intensiv an ihrem Praktikumsbericht und stellten zum Ende der Woche ihre Ergebnisse unter Beisein von Frau Christin Bouvier, Lehrerin am Gymnasium Fridericianum, der Institutsleitung um Herrn Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz und Frau Andrea Bock sowie den Betreuern aus dem Institut vor.

Die Schülerinnen arbeiteten unter Anleitung erfahrener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an aktuellen Forschungsprojekten und erweiterten ihr Wissen in Bereichen wie Materialwissenschaften, Implantatdesign und Implantatprüfung. Durch den Rundgang durch das Unternehmen CORTRONIK GmbH, Europas größte Stentfabrik, konnten die Praktikantinnen einen Einblick zum Herstellungsprozess eines Stentes erlangen, der für den Weltmarkt am Standort Warnemünde produziert wird.

Abb. 2: Schülerinnen Kira Blankenburg und Anna-Charlott Brockhof beim Konstruieren von Stents mittels Computer-Aided Design

Die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Fridericianum ist für uns von großer Bedeutung, da sie jungen Talenten ermöglicht, frühzeitig praktische Erfahrungen in der Medizintechnik zu sammeln“, betont Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz, Institutsdirektor des IIB e.V. „Durch solche Praktika fördern wir nicht nur den wissenschaftlichen Nachwuchs, sondern stärken auch die Verbindung zwischen Schule und Forschung, gerade im Bereich der MINT-Fächer.“

Abb. 3: Schülerin Anna-Charlott Brockhof und wissenschaftlicher Mitarbeiter Eric Bohne im Laserlabor des IIB e.V. bei der Qualitätskontrolle der Eileiterstents unter dem Mikroskop

Das Gymnasium Fridericianum Schwerin, gegründet 1553, zählt zu den ältesten Schulen im deutschsprachigen Raum und legt neben seiner humanistischen Tradition großen Wert auf eine exzellente naturwissenschaftlich-technische Ausbildung.

Die Kooperation mit dem IIB e.V. ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen und somit eine fundierte Berufsorientierung zu erhalten.

Das Institut für Implantat-Technologie und Biomaterialien e.V. ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut und anerkanntes An-Institut der Universität Rostock. Es widmet sich der Forschung, Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien in der Medizintechnik und engagiert sich aktiv in der Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, um den Wissenstransfer und die Nachwuchsförderung zu stärken.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Institut für Implantat-Technologie und Biomaterialien e.V.
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz, Institutsdirektor
Andrea Bock, Geschäftsführerin
Friedrich-Barnewitz-Straße 4
D-18119 Rostock-Warnemünde
Tel.: +49 381 54345 600
E-Mail: schmitz@iib-ev.de
Web: https://www.iib-ev.de

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