1. Mai 2025

Fritz-Köpfe gefragt

Frau Hartig – unsere Sekretärig

  1. Stellen Sie sich in 3 Worten vor.

Sekretärin am Fridericianum

  1. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Arbeitszeit von 07.00 Uhr bis 15.30 Uhr Anlaufpunkt für Lehrer, Schüler, Eltern, technisches Personal, Vereine u.s.w. Bearbeitung von Anliegen oder Auskünfte erteilen unterschiedlichste Verwaltungsarbeiten für den Schulträger, Schulamt u.s.w.

  1. Was sind die schönen Momente an Ihrem Job?

Schülern schnell und unkompliziert helfen zu können.

  1. Was wollten Sie als Kind werden?

Schrift- und Plakatmaler in einer Werbefirma.

  1. Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Mit meinen Hunden spazieren gehen.

  1. Was ist der beste Rat, den Sie Schülern geben würden?

Fleißig und ehrlich zu sein.

  1. Was sind Ihre Lieblingsinterpreten und -songs?

Phil Collins / Genesis In the Air tonight / Land of Consusion

  1. Was ist Ihr Lebensmotto?

Leben und leben lassen.

Herr Strobel – Lehrer für Mathematik, Informatik, Physik und Astronomie

  1. Was war Ihr lustigster Moment in der Schule?

Warum kommt die schwierigste Frage gleich zu Beginn? Diese ist überhaupt nicht leicht zu beantworten. Ich erlebe nahezu jeden Tag viele lustige Momente in der Schule. Hinzu kommt, dass ich mich an unzählige Dinge nicht erinnere, bis ich wieder daran erinnert werde… Ich kann da leider keinen Favoriten benennen. Bestimmt hat aber jeder Schüler einen individuellen lustigsten Moment mit mir erlebt, an den er sich hoffentlich sein restliches Leben erinnert.

  1. Was hat Sie inspiriert Lehrer zu werden?

Ich habe schon immer gern hinterfragt, wie Ding funktionieren und welche Regelmäßigkeiten sich entdecken lassen. Aber wirklich spaßig war es, dieses Wissen mit anderen zu teilen und diese zu befähigen, meinen Gedankengängen zu folgen. Nichts anderes macht ein Lehrer. Das Lehrersein ist quasi zentraler Teil meiner Persönlichkeit, deswegen bin ich in diesem Beruf auf so gut aufgehoben und kann es als “Berufung” bezeichnen.

  1. Warum haben Sie diese Fächerkombination gewählt?

Ich war in meiner Schulzeit in einer speziellen Mathematik-Förderklasse. Der damit verbundene Kompetenzerwerb hat bestimmt den Grundstein gelegt. Außerdem habe ich mich schon immer für technische Geräte interessiert und deren Funktionsweise hinterfragt. Das tat dann bestimmt sein Übriges. Ursprüglich war ich auch für Latein an der Universität eingeschrieben, habe das Fach dann aber aufgrund einer Empfehlung zur Reduktion auf zwei Fächer wieder weggewürfelt. Gegen Ende meines Studiums hatte ich dann nur noch wenig zu tun und entschied mich, so effizient wie möglich Beifächer zu studieren. So rutschten dann Physik und Astronomie mit in meinen Fächerkanon.

  1. Was wollten Sie als Kind werden?

Wie bei vermutlich jedem Kind wechselte mein Berufswunsch monatlich. Als die Wünsche etwas fester wurden, wollte ich zuerst Feuerwehrmann oder Polizist werden. Dann wollte ich eine ganze Zeit lang Busfahrer werden – ein Beruf, der mich auch heute noch fesselt. Mit dem Beginn des Lateinunterrichts an meiner alten Schule war dann Arzt oder Anwalt eine Zeit lang Mode. So ab der neunten Klasse festigte sich dann aber der Wunsch, Lehrer zu werden.

  1. Was sind Ihre Hobbys?

Hm… eine fiese Frage für jemanden, der so seinem Beruf verschrieben ist… Aber gut: Neben dem übermäßigen Einsatz meiner freien Zeit für die Schule selbst, nutze ich aktuell die verbleibende Zeit, um Filme und Serien zu schauen, EscapeRooms zu entkommen und im Harz zu wandern, um Wanderkaiser zu werden. Sollte ich mal wieder mehr Zeit haben, würde ich mich gern mehr mit den Themen Sport, Sprachen und Musik beschäftigen.

  1. Was steht noch ganz oben auf Ihrer Bucket List?

Bevor ich den Löffel abgebe, möchte ich gern noch die eine oder andere Ecke unserer Welt sehen. Die USA und Japan stehen da ganz oben. Das wird in ein paar Jahren auch deutlich aktiver angegangen.

  1. Was ist der beste Rat, den Sie Ihren Schülern geben würden?

Ich versuche innerhalb meines Unterrichts an so ziemlich jeder möglichen Ecke mit Ratschlägen und Lebenstipps die Schüler zu bereichern. Natürlich wird man von einigen belächelt, aber wenn ich damit wenigstens einem einen neuen Impuls mitgeben konnte, hat es sich schon gelohnt. Natürlich gibt es Dinge, bei denen ich mich zurückhalte. Ich kann ja auch nicht einfach wertvolle Erfahrungen, die jeder selbst sammeln sollte, vorwegnehmen Falls das aber nicht als Antwort reicht, habe ich hier einen wichtigen Rat: Sei nett und höflich. Benutze ein ehrliches “Bitte” und “Danke”. Wenn es geht, begegne deinen Mitmenschen auf Augenhöhe. Falls dann noch etwas schief läuft, ist es nicht deine Schuld.

  1. Was sind Ihre Top 5 Artists/Interpreten und Top 5 Songs?

Das werde ich von Schülern soooo häufig gefragt… aber keiner kann mir erklären, warum das so eine wichtige Frage sei… Ich höre prinzipiell gern Musik – so ziemlich alles. Aber selten suche ich mir etwas aktiv heraus. Das hat den großen Vorteil, dass man einerseits sehr kompatibel mit neuen Sachen ist, andererseits aber auch häufig den “Ah-stimmt-dieses-Lied-gibt-es-ja-auch-habe-ich-ja-lange-nicht-gehört-cool”-Effekt hat. Manchmal habe ich aber auch so eine Teenie-Phase, in der ich einen bestimmten Interpreten oder rein bestimmtes Genre hören muss. Das ist dann aber nach einer Stunde auch wieder vorbei.

  1. Was ist Ihr Lebensmotto?

Versuche jeden Tag, eine bessere Version von dir selbst zu werden.

  1. Ein Motivationszitat von Ihnen.

Du kannst 30.000 gute Tage hier auf dieser Erde haben, aber beweg dafür gefälligst deinen Arsch!

Frau Goldenbaum – Lehrerin für Deutsch und Musik

  1. Was war Ihr lustigster Moment in der Schule?

Ich habe in der Schule viele lustige Momente erlebt, allerdings erinnere ich mich gerne an eine Begebenheit vor ca. 12 Jahren in einer 7. Klasse im Deutschunterricht. Es ging um eine Übung zur Rechtschreibung. Ich habe einen Text diktiert, den die Schülerinnen und Schüler in ihre Hefter notierten. Ein Schüler arbeitete an der verdeckten Tafel. Nach dem Schreiben wollten wir gemeinsam die Rechtschreibung überprüfen und die Tafel wurde umgeklappt, so dass das Ergebnis des Schülers an der Tafel für alle sichtbar wurde. Das Schriftbild, das nun zutage trat, sorgte zunächst einmal für Schmunzeln und Belustigung, denn das Ergebnis war auf Grund des Schriftbildes kaum lesbar. Der Schüler hatte so klein und unleserlich geschrieben, so dass die Ausführungen beim besten Willen nicht entzifferbar waren. Daraufhin bat ich den Schüler, der nun auch noch in der Mitte in der letzten Reihe saß, uns seinen Text selber vorzulesen. Er versuchte es, aber scheiterte an seinem eigenen Schriftbild. Geistesgegenwärtig griff er plötzlich unter den Tisch und zog aus seiner Schultasche einen großen Feldstecher (Fernglas) heraus. Damit gelang es ihm problemlos, seine eigenen Ausführungen vorzulesen. Wir haben alle herzlich gelacht. Ich habe diesen Schüler vor einigen Monaten in Schwerin wiedergetroffen und mit ihm auch über diese lustige Begebenheit gesprochen. Wieder haben wir über diesen lustigen Moment herzlich gelacht. Dieser Schüler hatte jetzt sein Medizinstudium erfolgreich absolviert und gerade seine Promotion (Doktorarbeit) fertiggestellt, allerdings- wie er mir versicherte- nicht handschriftlich.

  1. Was hat Sie inspiriert, Lehrerin zu werden?

Zunächst einmal mein Vater, der Lehrausbilder im Metallbau und später Berufsschullehrer war. Ihn zeichnet bis heute eine unfassbare Geduld aus. Weiterhin meine Tante, die viele Jahre lang mit großer Ambition als Grundschullehrerin tätig war. Außerdem habe ich selber viele unterschiedliche Lehrerinnen und Lehrer erlebt, die mich inspiriert haben, am meisten allerdings eine Lehrerin, die neben Sport auch Deutschunterricht erteilt hat. Ich habe nur in der 8. Klasse bei ihr Deutschunterricht gehabt, aber sie hat mich für diesen Beruf und für Bertolt Brecht „entflammt“. Heute treffe ich sie ab und zu in Schwerin und sie möchte dann von mir immer ganz viel über die Schule heute erfahren und sie schwärmt dann immer noch von Bertolt Brecht.

  1. Was wollten Sie als Kind werden?

Ich glaube, schon immer Lehrerin und manchmal auch Floristin.

  1. Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Ich lese sehr gerne, gehe oft spazieren und besuche Konzerte und Theatervorstellungen. Weiterhin habe ich immer gemeinsam mit anderen musiziert, früher im Chor und in den letzten 21 Jahren bis heute in einem Percussion- Ensemble. Ich verbringe viel Zeit mit Freundinnen und Freunden und koche dann auch gerne für meine Gäste. Heute ist auch noch regelmäßig etwas sportliche Betätigung dazugekommen.

  1. Wie haben Sie die Leidenschaft zur Musik entdeckt?

Ich habe bereits seit der 4.Klasse durchgängig im Chor gesungen. Später wurde an unserer Schule ein Spielmannszug aufgebaut, in dem ich Flöte spielte. Ab der 9. Klasse habe ich dann innerhalb einer Chor- Klasse, die es damals schon gab, im Chor und Kammerchor der „Goethe Schule“ gesungen. Hier hatte ich dann auch Gesangsunterricht und habe dann auch das Klavierspiel erlernt, allerdings erst in der 12. Klasse. Das gemeinsame Singen im Chor hat mich immer fasziniert und mir sehr großen Spaß gemacht. Bereits in der Schule, später dann im Studium und in meinen früheren Berufsjahren habe ich immer mit anderen gemeinsam im Chor gesungen. Die gemeinsamen Proben, Auftritte und Zusammenkünfte waren immer erlebnisreich und wertvoll für mich. Ich glaube, dass ich durch das Singen im Chor meine Leidenschaft zur Musik gefunden habe.

  1. Was können Sie für Instrumente spielen?

Ausgehend von der Flöte im Spielmannszug, später Klavier, dann etwas Gitarre, habe ich später, als ich bereits im Berufsleben stand, mich noch am Altsaxophon und der E- Gitarre versucht und bin dann letztendlich bei verschiedenen Percussion- Instrumenten (z. B. Conga, Djembe) ge[1]landet. Später möchte ich noch unbedingt das Cello- Spiel erlernen. Mein absolutes Lieblingsinstrument ist meine Stimme.

  1. Was ist der beste Rat, den Sie Ihren Schülerinnen und Schülern geben würden?

Bleibt immer neugierig. Begegnet jedem mit Respekt und bleibt euch selber immer treu.

  1. Was sind Ihre Top 5 Artists/Interpreten und Top 5 Songs?

Johann Sebastian Bach „Goldberg- Variationen“ Nina Simone „Feeling good“ Astor Piazzolla „Libertango“ Tom Waits „All the world is green“ Carlos Santana „Oye como va“

  1. Was ist Ihr Lebensmotto?

„Carpe diem“

  1. Welchen Interpreten würden Sie gerne treffen und welche Frage würden Sie ihm stellen?

Diesen Wunsch kann ich mir fast jeden Tag erfüllen, wenn ich gemeinsam mit meinen Schülerinnen und Schülern singe, tanze und musiziere. Ich stelle ihnen dann oft die Frage, ob ihnen das gemeinsame Musizieren Spaß und Freude bereitet hat. (Und das Schönste ist, dass die meisten dann lächeln)

-Das Jahrbuch-Team

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