Geld für den guten Zweck erlaufen
Martina Schwenk 19.09.2022
Unicef-Lauf um Pfaffenteich brachte etwa 12500 Euro Spenden – mehr als die Organisatoren erwartet hatten Martina Schwenk Das Knallen der Startklappe hallt das Südufer des Pfaffenteichs entlang. Die Menschenmenge, die sich hier versammelt hatte, ließ nicht lange auf sich warten. Vom Grundschulkind bis zum Erwachsenen umrundeten sie den Pfaffenteich für einen guten Zweck. Denn sie machten mit beim 25. Schweriner Unicef-Lauf. An dessen Ende kam mehr zusammen, als sich die Organisatoren erhofft hatten. Insgesamt sammelten 343 Menschen Stempel auf ihren Rundenkarten. Vorab suchte sich jeder Sponsoren, die für jede gelaufene Runde Geld spenden. Die Läufer sind in diesem Jahr zusammengerechnet 1292 Mal um den Pfaffenteich gelaufen – eine Strecke sind etwa 1,6 Kilometer – und haben mehr als 12 500 Euro an Spenden gesammelt. „Wir freuen uns sehr. Das ist mehr als wir erwartet haben“, sagt Barbara Seiler, Vorsitzende der Unicef-Ortsgruppe Schwerin. Die Spenden fließen in diesem Jahr in das Unicef-Projekt „Nothilfe für hungernde Kinder in Madagaskar“. In dem ostafrikanischen Inselstaat herrscht seit Jahren Dürre. Veranstaltet wird der Lauf durch das Gymnasium Fridericianum und die Unicef-Arbeitsgruppe Schwerin. „Es ist in diesem Jahr quasi ein Neustart“, sagt Kerstin Biedermann, Lehrerin am Fridericianum und Urgestein des Schweriner Unicef-Laufs. Zuletzt konnte der Lauf wegen Corona nur als Sololauf stattfinden, nicht als größere Veranstaltung. 2021 kamen trotzdem 9000 Euro an Spenden zusammen. „Damit hatten wir gar nicht gerechnet.“ In diesem Jahr gab es parallel zum eigentlichen Lauf erneut einen Sololauf. „Leider ist wegen Corona der Lauf zwei Mal ausgefallen“, sagt MVs Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), Schirmherrin des Laufs. Umso besser, dass es nun wieder so stattfinde. Auch in diesen Zeiten sei es wichtig, über den Tellerrand zu gucken und Menschen in anderen Ländern zu helfen. Die Politikerin lief selbst drei Runden mit, für jede gab es 333 Euro. „Wir wollen heute zusammen etwas Gutes tun.“ Auch Paddy Paul war wieder dabei. Es ist sein 8. Mal, dass er bei einem Unicef-Lauf mitmacht. 2021 holte er 800 Euro in die Kasse. „Ich habe auch ordentlich Sponsoren gesammelt.“ An der Zahl sind es elf, inklusive Paddy selbst. Sein Ziel für den 25. Schweriner Unicef-Lauf: 18 Runden. „So das Knie mitmacht“, sagte er schmunzelnd, bevor es Richtung Startlinie ging.
Hunger und Klimakrise
KOMMENTAR
Beim Unicef-Lauf sehen wir, wie Menschen sich zusammentun, um etwas Großes zu bewirken. Wir sehen in Teilen der Welt, dass es immer noch Menschen gibt, die hungern und durch die Klimakrise akut betroffen sind. Aber eins ist klar, es werden nicht weniger werden. Jährlich sterben 3,1 Millionen Kinder an den Folgen von Unterernährung. Die Klimakrise ist einer der Gründe, weswegen Hunger so verbreitet ist. Es ist gut, dass immer wieder gespendet wird, aber sollten sich die Regierungen der Welt sich nicht mal was einfallen lassen? Sollte nicht geholfen werden, anstatt es nur anzusprechen und zu hoffen, dass einer darauf eingeht? Die Krisen überschneiden sich, sei es Krieg, Hunger, Flutkatastrophen, Brände, Dürren all das resultiert aus einer falschen egoistischen Regierung. Wir können viel erreichen, wenn wir unsere Stimme nutzen. Wir können sehen, dass der Wandel stattfinden kann. Also gehen wir das Problem gemeinsam an!

Auf die Plätze, fertig, los: Beim 25. Schweriner Unicef-Lauf starteten genau 343 Menschen und brachten eine stolze Summe zusammen. Foto: Martina Schwenk