25. Februar 2026

Lehrerinterview Herr Winkler

1. Warum sind sie Lehrer geworden?
Ich habe mich bereits als Schüler sehr für die Fächern Sport und Geographie interessiert.
In meiner Freizeit habe ich auch damals schon sehr viel Sport, vor allem Wassersport, betrieben. Aus diesem Grund wollte ich zumindest einen Teil meines Hobbies zum Beruf machen und entschied mich Lehramt zu studieren. Während des Studiums; im Rahmen der Praxissemester – damals hieß es schulpraktische Übungen – habe ich gemerkt, dass mir Unterrichten und vor allem die Interaktion mit Schülerinnen und Schülern sehr gefällt. Der Beruf des Pädagogen birgt eine Besonderheit, man erhält direkt ein Feedback für seine Arbeit, vor allem, wenn man aus Versehen langweiligen Unterricht macht 😊
Besonders im Fachunterricht Sport habe ich die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler meine Begeisterung für Bewegung weiterzugeben, koordinative Fähigkeiten weiterzuentwickeln, Fairness und Geleichbehandlung zu praktizieren und im besten Fall Schülerinnen und Schülerin zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren.
Geographie finde ich spannend, weil man die Welt in ihrer Komplexität besser versteht – von brandaktuellen Klimafragen über geopolitische Zusammenhänge, Länderkenntnisse bis hin zu Umweltfragen. Auch heute nach 33 Jahren als Lehrer macht mir die Arbeit immer noch viel Spaß und ich würde genau die gleiche Wahl treffen. Das sehe ich als ein großes Privileg an, meinen Arbeitstag mit etwas zu verbringen, dass mich erfüllt und das mir so viel Freude bereitet.

2. Haben sie ein Unterrichtsfach, welches sie gar nicht mögen?
Russisch und Französisch waren die Fächer, die ich nicht besonders mochte. Die Hausaufgaben ließ ich mir derzeit von meiner damaligen Freundin erledigen.

3. Was machen sie am liebsten in ihrer Freizeit?
In meiner Freizeit bin ich gern aktiv und probiere einen guten Ausgleich zwischen Bewegung und Entspannung zu finden. Sport spielt dabei eine wichtige Rolle für mich, weil ich mich dabei fit halte und den Kopf frei bekomme. Ich gehe zum Beispiel gern joggen oder mache Fitness, im Sommer fahre ich Kajak, SUP oder bei Wind gehe ich Wingfoilen. Während der Ferienzeit reise ich gern durch die Welt. Ich finde es spannend, neue Länder, Städte und Landschaften zu entdecken und andere Kulturen kennenzulernen. Dabei lernt man viel und erweitert seinen Horizont. Außerdem lese ich gern, besuche auch kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Konzerte.

4. Was war die lustigsten/ungewöhnlichste Situation in ihrem Unterricht?
In Korea hatte ich Unterricht in einer 11 Klasse mit nur 2 Schülern, das war für beide Seiten nicht einfach. Außerdem gab es zu Beginn meiner Lehrerkarriere mal einen Vorfall mit einem Schüler, der mir einen Krankenschein einreichte, dessen Unterschrift gefälscht war. Erkennen konnte ich das daran, dass es ein Krankenschein aus der Praxis meines Vaters war, jedoch nicht seine Unterschrift, die ich gut kannte.

5. Wenn sie nicht mehr in Deutschland bleiben könnten, in welches Land würden sie gehen?
Da ich ja schon 6 Jahre in Seoul/Korea und 6 Jahre in Istanbul/Türkei gelebt habe, kenne ich das Leben im Ausland. Es ist sehr spannend aber oft auch eine Herausforderung. Deutschland für immer zu verlassen könnte ich mir nicht vorstellen, aber für eine bestimmte Zeit, auf jeden Fall. Die Frage, in welches Land ich gehen würde, ist nicht so einfach zu beantworten, da es viele Länder gibt die mich reizen würden, da spielen viele Faktoren eine Rolle. Das Klima ist für mich wichtig, es sollte schon einen großen Teil des Jahres warm sein.

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