Nach 65 Jahren Abi-Treffen in Schwerin
Bert Schüttpelz
„Ja natürlich haben wir zu unseren Abi-Prüfungen 1956 die Büste von Heinrich Schliemann vor unserer Schule zugedeckt mit einem Sack. Das war damals üblich, damit der große Wissenschaftler nicht die Unzulänglichkeiten der Abiturienten mit ansehen muss“, erzählt Peter Schult schmunzelnd und ergänzt: „Das früher übliche Umdrehen der Büste war da schon streng verboten.“
Diese und andere Geschichten machten die Runde beim Wiedersehenstreffen der Schüler der Klasse 12 B5 des Abitur-Jahrgangs 1956. Acht von ihnen hatten sich am Mittwoch am alten Fridericianum getroffen, wo sie einst zur Schule gegangen waren.
Nur dass das historische Gebäude damals Goetheschule II hieß und die Schweriner EOS war, also die Erweiterte Oberschule. „1986, also zum 30. Abi-Jubiläum, haben wir uns zum ersten Mal wiedergesehen“, berichtet Eckhard Kirst, der am Mittwoch die weiteste Anreise hinter sich hatte. Er wohnt in Prenzlau in der Uckermark. Gemeinsam fuhren die 83- und 84-Jährigen dann zum Lindengarten, um noch weiter in Erinnerungen zu schwelgen.
Wiedersehen nach 65 Jahren vor der alten Schule: Peter Schult (r.) hatte seine Klassenkameraden des Abi-Jahrgangs 1956 zum Treffen eingeladen.
Foto: Bert Schüttpelz
