Offener Bauch schockt Schulsanitäter
Landesweiter Wettbewerb der besten Erstversorger an Bildungseinrichtungen in Schwerin SCHWERIN „Ah, Hilfe! Das ganze Blut. Was soll ich machen? Es tut so weh!“ Unter einem Lkw liegt ein verunglückter Radfahrer, seine Bauchdecke ist geöffnet. Nichts für schwache Nerven. Aber die haben die besten Schulsanitäter der Region bei ihrem Wettkampf am Fridericianum nach dem ersten Schock auch nicht. „Wir wollen die Sanitäter spielerisch an Aufgaben heranführen, auch wenn das hier zum Teil harter Tobak ist, den wir künstlich nachstellen“, sagt der Geschäftsführer des DRK in Schwerin, Jens Leupold. Er beobachtet mit seinen Mitstreitern genau, wie sich die Nachwuchskräfte verhalten, und bewertet dann. Neben dem schwer verletzten Jungen unter dem Lkw ist noch ein Mädchen am Knie verletzt, Landesweiter Wettbewerb der besten Erstversorger an Bildungseinrichtungen in Schwerin Nachgestellte Unfallszene: Unter dem Lkw liegt der schwer verletzte Radfahrer. Die Schulsanitäter helfen. FOTO: KUSKA leichter. Sie schreit dafür lau[1]ter. Ein anderer Junge ist geschockt und redet wirr. Im Auto, das in den Lkw gerast ist, sitzen eine Fahrerin und ein bewusstloser Mann, der eingeklemmt ist. Ein Horrorszenario für jeden Ersthelfer. „Die Kinder machen das super. Auch wenn hier und da mal ein Fehlerchen passiert. Im Großen und Ganzen sind alle 17 Teams mit Feuereifer dabei“, sagt Leupold. Bürgermeister Rico Badenschier sagt auf seiner Stippvisite: „Schulsanitäter können wichtige Ersthelfer sein, bevor der Notarzt kommt. Aber sie müssen wissen, dass sie auch an ihre Grenzen stoßen können.“ Gewonnen haben die Schweriner Teams vom Fridericianum (bei den Jüngeren) und vom Goethe-Gymnasium. Maks

Nachgestellte Unfallszene: Unter dem Lkw liegt der schwer verletzte Radfahrer. Die Schulsanitäter helfen. FOTO: KUSKA