Schüler erforschen jüdisches Leben
FELDSTADT Mit Musik Geschichte fassbar, erlebbar machen, das ist eines der Anliegen des Festivals Verfemte Musik. Und dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Schulen. „Mit dem Fridericianum verbindet uns eine lange Kooperation“, sagte Festivalleiter Volker Ahmels gestern in der voll besetzten Aula vor einem exklusiven Konzert. „Schüler waren auf den Spuren der verfemten Musik zum Beispiel in Israel und in Los Angeles“, erinnerte er. Nun haben die Fridericianer unter Leitung von Lehrerin Christine Kindt ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht: Sie erforschen jüdisches Leben in Schwerin, das von den Nazis ausgelöscht wurde. In ihrer gestern im Atrium der Schule eröffneten Ausstellung haben sie Schicksale von Menschen dokumentiert, die in Schwerin lebten und in KZ ermordet wurden: Hermann Abraham, Lotti Fließwasser, Louis Kychenthal, Louis Loeser und andere. Ebenso Opfer von Denunziation wie Otto Trost oder der Euthanasie wie Marie Witt. Im November wollen die Schüler weitere Stolpersteine verlegen. ber