Schulsanitäter zeigen ihr Können
Rund 70 junge Ersthelfer aus Schwerin traten am Wochenende beim Fridercianum und in der Marienplatzgalerie zum Schulsanitäter-Wettbewerb an, organisiert vom DRK-Kreisverband. Schulsanitäter zeigen ihr Können.
SCHWERIN – Wenn Kalle im Einsatz ist, dann hat er auch immer eine Klingel dabei. „Damit man ihn hören kann, falls er bei Dunkelheit nicht zu sehen ist“, erklärte Lisa Kempf von der Rettungshundestaffel des Schweriner Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Denn Border Collie Kalle ist ein Rettungshund, ein Rettungshund in Ausbildung, um genau zu sein. Beim Schulsanitäter-Wettbewerb Am Wochenende zeigten Kalle und seine vierbeinigen Kollegen, was siedraufhaben. So konnten sich die Schüler auch mal selbst von den Hunden suchen lassen. Dafür hatten sie aber bei einem Quiz mehrere Fragen zur Rettungshundearbeit zu beantworten. Welche Aufgaben haben die Hunde? Wo werden sie eingesetzt? Mit welchem Sinnesorgan arbeiten die Tiere? An zwölf Stationen beim Fridericianum und in der Marienplatzgalerie mussten die rund 70 Schulsanitäter ihr Können unter Beweis stellen. Und natürlich waren neben theoretischem Wissen auch praktische Erste-Hilfe-Kenntnisse gefragt. Bei einemsimulierten Unfall auf dem Schulgelände etwa galt es für die Gruppen, sich gleichzeitig um mehrere Verletzte zu kümmern, darunter auch Personen unter Schock. Der zwölfjährige Alexander von der Regionalschule Weststadt-Campus war in seiner Gruppe für einen verletzten Radfahrer zuständig. „Ich habe dem Mann zunächst einen Kopfverband angelegt und dann den Notruf gewählt“, schilderte Alexander. Es mache ihm Spaß, anderen Leuten zu helfen, deshalb sei er Schulsanitäter geworden. Mitstreiter André sah derweil nach einer Frau, die gestürzt war und ebenfalls einen Verband benötigte. Schiedsrichter Johannes Görlitz vom DRK achtete an der Station, die nach und nach alle Gruppen durchliefen, aber nicht nur auf die richtigen Verbände. „Auch die Kommunikation in der Gruppe und mit den Verletzten ist wichtig“, betonte er. „Wir wollen Werte vermitteln. Die Schüler sollen die Aufgaben als Team bewältigen“, sagte DRK-Mitarbeiterin Karin Hoffmann, die den Sanitätswettbewerb für Fünft- bis Zwölftklässler über Jahre auf die Beine gestellt hat, die Organisation diesmal aber in der Hände ihres Kollegen Tobias Salzsieder legte. Vom Fridericianum, vom Goethegymnasium, von der Astrid-Lindgren-Schule, von der Bertolt-Brecht-Schule, vom Weststadt-Campus und von der Ecolea kamen die Schüler, die beim Leistungsvergleich mit machten. Nach einem spannenden Wettbewerb standen die Sieger fest: Der Weststadt-Campus gewann bei den Fünft- bis Siebtklässlern, das Fridericianum bei den Acht- bis Zwölftklässlern. Für alle Teilnehmer gab es als Dankeschön einen Ausflug zum Freibad Kalkwerder und eine Fahrt mit der Weißen Flotte. Von Christian Koepke