Schulwahl: privat oder öffentlich
Das Ende der Kindergartenzeit rückt immer näher. Für die Vorschulkinder beginnt nun eine aufregende Zeit: Was lerne ich in der Schule und wer sind meine neuen Klassenkameraden? Viele neue Eindrücke werden auf die Jungen und Mädchen einprasseln. Die Eltern hingegen machen sich ganz andere Gedanken. Welche Schwerpunkte bildet die neue Schule, wie viele Kinder werden dort eingeschult und wo liegt sie? Und für viele stellt sich auch erstmals die Frage: Privat oder öffentlich, welche Schule ist für mein Kind die beste? In den letzten 30 Jahren ist die Popularität von Privatschulen stark gestiegen. Doch wie sieht es in der Landeshauptstadt aus? Sind sie auch hier so beliebt? In Schwerin gibt es sowohl im Grundschulbereich und bei den weiterführenden Schulen eine große Auswahl an verschiedenen Schulen. Von insgesamt 17 Grundschulen in der Stadt sind sieben in freien Trägerschaft. Ebenso verhält es sich bei den weiterführenden Schulen. Die öffentlichen Gymnasien – das Fridericianum, das Goethe-Gymnasium, das Sportgymnasium und das Abendgymnasium – sind dabei auf bestimmte Schwerpunkte, wie Vielfältige Bildungslandschaft in Schwerin – Eltern und Kinder müssen sich entscheiden Musik, Sprache oder Sport ausgerichtet. Es gibt eine integrierte Gesamtschule und vier Regionalschulen, plus die Nordlichter mit dem Jahrgang fünf und sechs. Bei den Privatschulen können Eltern und Kinder aus sieben verschiedenen pädagogischen Einrichtungen auswählen. Zur Auswahl stehen die Niels-Stensen- Schule, die Freie Waldorfschule, die Montessori- Schule, das Pädagogium, die Neumühler Schule, das Schweriner Haus des Lernens und die Ecolea. „Wir schulen jährlich etwa 950 Kinder in die ersten Klassen ein“, heißt es auf Anfrage aus der Stadtverwaltung. Der Anteil der Privatschüler liegt bei zirka 20 Prozent. Über die Jahre sei dieser Trend in der Landeshauptstadt auch gleichgeblieben, heißt es weiter. Laut Schulinformations- und Planungssystem M-V sind es im aktuellen Schuljahr 2023/24 insgesamt 3006 Schüler, die in Schwerin auf einer Privatschule angemeldet sind. Jeder fünfte Schweriner Schüler geht also auf eine Schule in Freier Trägerschaft. Doch was sind die Vorteile einer privaten Schule, oder gibt es vielleicht gar keine ausschlaggebenden? Wir haben eine kurze Checkliste zusammengestellt, über das Pro und Kontra: • Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Schulen ist, dass Schulen in freier Trägerschaft ein monatliches Schulgeld verlangen. Je nach Einrichtung kann das zwischen 100 und bis zu 800 Euro betragen. Dafür gibt es auf Privatschulen häufig weniger Schüler und kleinere Klassen. Zudem legen sie Wert auf individuelle Förderung, Zusatzangebote und teils auch besondere pädagogische Konzepte. • Doch auch staatliche Schulen haben eine gute Ausstattung und meist auch eine spezielle Ausrichtung. Viele Schulen folgen bestimmten Schwerpunkten, wie Sprachen, Sport oder Musik und Kunst. • Am Ende sind die Eltern gefragt, selbst zu recherchieren und jede Schule gesondert unter die Lupe zu nehmen. Ob privat oder öffentlich – das sollte dabei gar keine