Schwerin begrüßt 900 Erstklässler
Heute beginnt die Schule in MV/ABC-Schützen hatten schon nach ihrer Einschulung die erste Schulstunde
Vor seiner ersten Schulstunde grummelt auch Leo Löwe der Magen. So aufregend, so voller neuer Eindrücke ist der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Auch für die Schüler der Klasse 1a der Fritz-Reuter-Grundschule in der Paulsstadt war es nicht anders. Lehrerin Martina Schwemann las den Kindern die Geschichte von dem pfiffigen Löwen vor. Leos Erlebnisse sollten Mut machen und ein bisschen die Spannung aus dem Tag nehmen. Und auch eine erste Hausaufgabe bekamen die neuen Erstklässler auf. Bis Montag sollen sie sich überlegen, was sie besonders gut können und womit sie ihre Mitschüler beeindrucken wollen.
Einschulungsfeier in der Aula des Fridericianums
Für insgesamt knapp 70 Mädchen und Jungen in drei ersten Klassen begann am Sonnabend in der Reuterschule der Ernst des Lebens. Genau genommen begann er in der festlich geschmückten Aula des Fridericianums, wo die Einschulungsfeier für die Erstklässler stattfand. „Ihr werdet heute Schulkinder und nun ganz viele neue Sachen lernen“, erklärte Schulleiterin Doreen Molder. Apropos neu: Für Molder war es die erste Einschulungsfeier als Leiterin der Fritz- Reuter-Schule. „Eine Einschulung ist immer wieder ein besonderer Moment“, sagte die Pädagogin. „Man schaut in so viele strahlende Kinderau- gen.“ Und es gebe so viele stolze Eltern und Großeltern.
Zweite Klassen gestalten das Programm
Stolze Eltern und Großeltern saßen auch in der Aula des Fridericianums, lauschten mit den neuen Schulkindern dem Programm, das die Klassen 2a und 2b aufführten. „Die verschwundenen Zahlen“ nannte sich das Stück, bei dem die Erstklässler im Publikum gleich mal zeigen konnten, wie gut sie sich mit Zahlen – und Buchstaben – auskennen. Und natürlich gab es zur Begrüßung auch ein fröhliches Lied. Nach der Feier im Fridericianum begaben sich die Kinder zu Fuß zur Reuterschule. Auch Martina Schwemann nahm ihre neuen Schüler an die Hand, führte sie in die Schule und den Klassenraum, wo sich Leni, Theo, Luisa, Felix und all die anderen den Platz mit dem passenden Namenschild suchten. „Das habt ihr wirklich toll gemacht“, lobte Schwemann. Den Mädchen und Jungen den Spaß am Lernen zu vermitteln, darum gehe es nun. Für die neuen Erstklässler ging es am Sonnabend aber noch um etwas ganz anderes: die Schultüten nämlich. Die Tüten gab es nach der ersten Schulstunde, Fotoshooting in- klusive. Vater Michael Koepcke erzählte, was sich unter anderem in der Schultüte seines Sohnes befand: „Stifte, Süßigkeiten und eine Trinkflasche.“ Sohn Malte war mit der Tüte zufrieden – und mit der ersten Stunde auch. Gut habe es ihm gefallen, sagte der Sechsjährige. Mutter Steffi verriet, wie es nun weitergehen sollte: „Erstmal ausruhen und danach eine große Gartenparty feiern.“
von Christian Koepke