Schweriner Schüler fahren zum Finale von Jugend trainiert für Olympia nach Berlin
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Fridericianum-Spielführerin Clara von Gadow präsentiert nach dem umjubelten Sieg die Urkunde des Landessiegers. Ganz rechts: Torfrau Milla Dangers, die eigentlich mit größeren Bällen spielt. (Foto: Antie Viole)
Schulmannschaften aus MV im Bundesfinale. Schüler vom Fridericianum und die Niels-Stensen-Schule fahren nach Berlin.
von Patrick Kiefer
Das war knapp: In dieser Woche entschied sich auf der Hockeyanlage des SSC Schwerin, welche Schulmannschaften zum Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin fahren dürfen. Bei den Mädchen des Jahrgangs 2010 bis 2013 setzte sich das Team des Gymnasiums Fridericianum im Penaltyschießen durch – bei den Jungs hatte etwas überraschend die Auswahl der Niels-Stensen-Schule die Nase vorn.
Die Hockey-Mädchen aus Schwerin bekamen es in zwei umkämpften Partien mit dem Team des Schlossgymnasiums Torgelow zu tun. Einem 2:1 im Hinspiel folgte eine 1:2-Niederlage im Rückspiel. Die Entscheidung musste daher im Penaltyschießen fallen. Clara von Gadow, Anna Altmayer und Frieda Ritter zeigten ihr Können und machten mit ihren Treffern alles klar. Mindestens ebenso wichtig für den 6:4-Endstand war aber Torfrau Milla Dangers.
„Ich spiele eigentlich in der D-Jugend bei Grün-Weiß Schwerin Handball. Nicht im Tor, sondern im Feld“, erzählt Milla. Starke Nerven und ihre guten Reaktionen reichten aber, um Torgelow den Zahn zu ziehen. „Wir waren schon vergangenes Jahr in Berlin. Ein unvergessliches Erlebnis, auch wenn wir sportlich keine Chance hatten“, schwärmt Spielführerin Clara. Eine Schule aus Bayern triumphierte, die Schwerinerinnen landeten damals auf Platz 15. Nochmals Clara: „Wir waren Vorletzter und wollen versuchen es im September besser zu machen.“

Das Hockey-Team der Niels-Stensen-Schule (Foto: privat)
„Dabei sein ist alles“ gilt in Berlin
Ebenfalls für Berlin haben sich die Jungs der Niels-Stensen-Schule qualifiziert. Sie konnten die ohne Auswechselspieler agierende Mannschaft des Fridericianums im entscheidenden Hin- und Rückspiel bezwingen. Besonders bemerkenswert: Vier der insgesamt acht Spieler sind nicht durch Vereinstraining im Umgang mit ihren Hockeyschlägern vertraut. Nicht nur Kapitän Tico Hollmeier und Sportlehrer Christopher Israel waren nach einem 2:0 und dem anschließenden 3:1-Sieg überglücklich. Auch für sie wird beim Bundesfinale allerdings das berühmte Olympische Motto gelten: „Dabei sein ist alles“.