Streitschlichter im Trainingslager
CRIVITZ Wenn 420 Kinder und Jugendlichejeden Tag aufeinandertreffen; kann es schon mal zum Streit kommen. Selbst unter Freunden. Konflikte treten auch auf, wenn ein Junge oder ein Mädchenausgegrenzt wird. Das sind die häufigsten Situationen, nach denen am Crivitzer Gymnasium die Hilfe von Streitschlichtern gefragt ist, berichtet Astrid Rose Die Schulsozialarbeiterin weiß das aus ihrer Arbeit, zu der auch die Betreuung von derzeit 21 Jugendlichen gehört, die als Streitschlichter an dieser Schule tätig sind. Damit die Mädchen und Jungen für diese anspruchsvolle Tätigkeit fit sind, drücken sie zusätzlich die Schulbank. Zur Tradition geworden ist das alljährliche Schlichter seminarim Schullandheim Dreilützow. Die Crivitzer Gymnasiasten bleiben da nicht unter sich. Die Streitschlichter von den Schweriner Schulen „Bertolt Brecht“, „Johann Wolfgang von Goethe“ und Fridericianum sowie vom Goethegymnasium Ludwigslust waren mit von der Partie. Vier Tage intensive Arbeit in zwei Gruppen stand auf dem Programm. In der ersten Gruppe wurden neue Streitschlichter ausgebildet. Sie erarbeiteten die Phasen, in denen eine Mediation abläuft. Wichtig ist die Schaffung einer angenehmen Gesprächsatmosphäre, aber auch die Fähigkeit des Zuhörens. Kenntnisse über die Gefühle der Konfliktbeteiligten sind ebenso wichtig, um durch gezielte Fragen eine Konfliktlösung zu erzielen. Diese soll nach Möglichkeit von den Konfliktparteien selbst kommen. Beim Training in Dreilützow wurden viele Vorschläge gesammelt und diskutiert – auch im Rollenspiel. In der zweiten Gruppe festigten und vertieften die erfahrenen Streitschlichter ihr Wissen. Auch in dieser Gruppe gab es Rollenspiele, in denen die Fragetechniken und Methoden in der Mediation verdeutlicht wurden.„ Es war ein gelungenes Schlichterseminar“ ,betont Astrid Rose. Viele neue Erkenntnisse werden mit an die Schulen genommen und hier umgesetzt. Die Sozialarbeiterinnen der beteiligten Schulen erhielten bei der Ausbildung Unterstützung vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung. Finanzielle Hilfe kam zudem von den Schulfördervereinendes Goethegymnasiums Schwerin und des Crivitzer Gymnasiums sowie vom Verein RAA aus Schwerin.