20. September 2025

Studienfahrt nach Amsterdam 2025

Studienfahrt nach Amsterdam 2025

Bei unserer Studienfahrt nach Amsterdam ließ bereits die Anreise erahnen, dass diese Fahrt nicht immer ganz nach Plan verlaufen, etwas chaotisch, lustig, und vor allem unvergesslich werden sollte.
Unsere Reise begann direkt mit einigen Herausforderungen: Wegen Bauarbeiten am Schienennetz, einer defekten Bremse und umgestürzten Bäumen auf den Gleisen mussten wir auf der Hinfahrt mehrere Alternativzüge nehmen. Statt der ursprünglich geplanten und etwa 10 Stunden langen Fahrt waren wir schließlich fast 14 Stunden unterwegs und legten insgesamt 989 Kilometer zurück – für eine Strecke, die auf kürzestem Weg nur knapp 520 km lang wäre.
Einige Schüler*innen machten es sich dabei im Fahrradabteil unter den Fahrrädern gemütlich, andere waren irgendwo im Zug verteilt, oder saßen auf den Gängen. Dass bei diesem Durcheinander und den diversen Umstiegen tatsächlich alle Schüler*innen in Amsterdam angekommen sind, hat fast an ein Wunder gegrenzt.

Als wir um 20 Uhr dann endlich Amsterdam erreichten, erwartete uns, nachdem wir es endlich aus dem Bahnhof herausgeschafft hatten, strömender Regen. Glücklicherweise wartete in unserer Unterkunft, dem Stayokay Hostel am Vondelpark, schon ein hervorragendes Abendbrot auf uns, was auch die folgenden Tage immer wieder für Begeisterung sorgen sollte.

Was leider nicht für Begeisterung sorgte, sondern weiterhin durchwachsen blieb, war das Wetter. Von Montag bis Donnerstag regnete es durchgängig. Doch das tat unseren Unternehmungen und unserer guten Laune keinen Abbruch.

Am Dienstag besuchten wir zunächst das NEMO Science Museum, in welchem wir viele Experimente durchführen konnten und neue spannende Fakten lernten. Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns dann auf den Weg zu einer Grachtenfahrt. Leider machte uns dabei der Regen einen kleinen Strich durch die Rechnung, da durch die beschlagenen Fenster des Boots, so gut wie nichts von Amsterdam zu sehen war.
Wie an jedem der folgenden Tage hatten wir nach den Programmpunkten des Tages Zeit zur freien Gestaltung, die von allen unterschiedlich genutzt wurde. Manche gingen shoppen oder thriften, andere erkundeten die Stadt, einige suchten bekannte Food-Hotspots auf und wieder andere gingen einfach auf direktem Wege zurück ins Hotel, um sich von dem anstrengenden Tag zu erholen.

Am nächsten Tag stand ein Programm zur jüdischen Geschichte auf dem Plan. Nach der Besichtigung des Widerstandsmuseums, bekamen wir eine Führung durch die portugiesische Synagoge und gingen anschließend noch ins jüdische historische Museum.
An diesem Tag saßen einige nach dem Abendbrot noch zusammen, unterhielten sich und spielten Spiele oder Tisch-Kicker. Dieses nette Beisammensein passierte so gut wie jeden Abend, wenn auch nicht immer alle daran teilnahmen.

Am folgenden Tag besuchten wir das Anne-Frank-Haus, wo wir im Vorhinein noch an einem Work-Shop teilnehmen durften. Die kleinen Räume und steilen Treppen des Hinterhauses, in dem sich Anne Frank damals versteckt hatte, waren sehr eindrucksvoll anzuschauen.
Im Anschluss an den Besuch machten wir uns auf den Weg zu This is Holland, eine Art Flugsimulator, mit dem man einmal über die Niederlande fliegen konnte. Dieses Erlebnis war für viele ein Highlight, da der Flug sogar durch Spezial-Effekte wie Tulpenduft oder Sprühnebel unterstützt wurde.


Nach der anschließenden Freizeit und dem Abendbrot trafen wir uns noch einmal um 20:30 Uhr, um einen Ausflug der besonderen Art zu unternehmen: Wir gingen ins Rotlichtviertel. Dieser Besuch war für viele von uns sehr eindrücklich und für einige etwas befremdlich oder sogar schockierend. Deshalb machten sich manche der Gruppe schon nach kurzer Zeit mit Frau Steinbeck wieder auf den Rückweg zum Hostel, während Herr Strobel mit dem Rest noch im Rotlichtviertel blieb.

Nach dem langen Abend am Donnerstag wachten wir Freitag das erste Mal mit gutem Wetter auf. Die Sonne schien und es waren angenehme 20 °C. Gleich morgens machten wir uns auf den Weg ins Van Gogh Museum. Trotz der frühen Uhrzeit waren bereits viele Menschen dort, was die Freude an dem Besuch etwas minderte.
Nach einer Mittagspause ging es zum Amsterdam Dungeon. Für einige war das ziemlich gruselig, für andere eher weniger. Wie auch immer, es war für viele von uns das zweite große Highlight dieser Fahrt, woran auch heute noch oft gedacht wird.
Direkt im Anschluss machten wir uns dann auf den Weg zu Ripley’s Believe It or Not. Dort konnten viele unglaubliche Gegenstände bestaunt werden, darunter der größte Mann der Welt, das Skelett einer Königskobra und viele Filmartefakte.

Der letzte Tag unserer Studienfahrt stand uns zur freien Gestaltung zur Verfügung. Er wurde von allen unterschiedlich genutzt, aber unter anderem waren vier Leute von uns vormittags mit Herrn Strobel in einem Escape-Room, der viel Freude, aber auch Angst bereitet hat. Den fünf gelang schlussendlich jedoch glücklicherweise die Flucht in Rekordzeit. Danach trennten sich die Wege wieder und leider schlug auch das Wetter um. Es begann wieder zu regnen, was die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung etwas limitierte. Aber da wir nicht aus Zucker sind, haben wir den Rest des Tages selbstverständlich trotzdem genutzt und sind von einem Shop zum anderen gelaufen und haben fleißig Geld ausgegeben.
Am Ende des Tages stand nur noch Koffer packen und Kräfte für die Rückfahrt sammeln auf dem Programm.

Und dann war auch schon Sonntag, Abreisetag. Da die Bahnverbindung direkt geändert werden musste, wegen einer Streckensperrung, war für uns die Zugbindung aufgehoben und damit tatsächlich sogar ein schnellerer Heimweg möglich. Mit vielen Umstiegen, jedoch deutlich weniger chaotisch, und nur einer Stunde Verspätung, kamen wir nach 11 Stunden schließlich um 20 Uhr abends wieder in Schwerin am Hauptbahnhof an. Und zwar nicht nur erschöpft mit unseren großen Koffern, sondern auch mit vielen Souvenirs, unglaublichen Erlebnissen, schönen Momenten und unfassbar vielen, neuen spannenden Erfahrungen, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Schulreporterin Sina

Die Kommentare sind geschlossen.

zurück