Die Mädchen und Jungen der Klasse 6a der Neumühler Schule lieben den Podcast des SVZ-Medienprojekts
13. November 2020

SVZ-Medienprojekt kommt gut an

Schüler der Neumühler Schule loben Inhalte und Aufmachung des werbefreien Internet-Portals – andere Schulen zögern noch

Von Bert Schüttpelz

KREBSFÖRDEN Daumen hoch! Wenn Sozialkundelehrer Tobias Schneider den aktuellen Podcast des SVZ-Medienprojekts abspielt, lauschen die Schüler der Klasse 6a der Neumühler Schule gespannt. Danach wird diskutiert, gefragt, gewertet, verworfen. „Das ist eine Super-Sache. Der Podcast ist richtig gut gemacht, sehr kompakt, spannend vorgetragen und im Unterricht prima einsetzbar“, sagt der Pädagoge begeistert.

Kein Wunder also, dass auf die Frage, wie das SVZ-Medienprojekt bei den Schülern ankommt, sofort die Daumen hochgehen. „Wir erhalten viele Informationen.“ – „Es ist immer sehr interessant.“ – „Es geht vor allem um aktuelle Sachen wie etwa jetzt um Corona“, lauten die Einschätzungen der Mädchen und Jungen. Nicht zu unterschätzen: Sprache und Machart seien genau auf die Altersgruppe zugeschnitten, bestätigen Schüler und Lehrer.

Dennoch wird das SVZ-Medienprojekt nur etwa von einem Drittel der Schüler auch zu Hause genutzt, berichtet Dr. Gudrun Weinbach, Leiterin des Gymnasiums der Regionalen Schule. Das ist im Vergleich zu anderen Schweriner Bildungseinrichtungen zwar viel, doch die Schulleiterin aber betont, „denn das Projekt ist gut und hilfreich für den Unterricht“, betont sie. Die meisten Lehrer würden es deshalb im Zugang nutzen, berichtet sie. Die vergleichsweise niedrige Quote bei den Schülern sei unter anderem auf Vorbehalte von Eltern aus Datenschutzgründen, geringe Medienaffinität oder fehlende Technik zurückzuführen, nennt Klassenleiterin Andrea Jeske einige Gründe. Denn sie habe die Eltern schon auf das SVZ-Projekt aufmerksam gemacht.

Dennoch gehört die Neumühler Schule in der Landeshauptstadt zu den Vorreitern. „Bei uns haben zwei Lehrer aus der Fachschaft Deutsch auf das Projekt spezialisiert, doch leider sind beide erkrankt, so dass sich die Umsetzung verzögert. Wir würden uns freuen, wenn wir das Portal im nächsten Jahr nutzen können“, sagt Cordula Scheibel, Leiterin des Gymnasiums Fridericianum. Ähnlich ist es am Kielonie von Goethe-Gymnasium. „Wir sind froh, überhaupt Unterricht in den Klassen machen zu können“, sagt Leiter Reinhard Maass, im Vordergrund steht das Aufholen des Unterrichtsstoffs, der beim Lockdown nicht vermittelt werden konnte. Jetzt versuchen wir, das Lernmanagementsystem „its learning“ für den digitalen Unterricht zum Laufen zu bringen, danach käme das Medienprojekt an die Reihe.“

In der Beruflichen Schule für Gesundheit und Sozialwesen der Landeshauptstadt setzen die Lehrer auf Eigeninitiative. „Die meisten Kollegen nutzen das SVZ-Projekt und animieren ihre Schüler, das auch zu tun“, sagt Bert Buchberger. Im Unterricht mit den angehenden Erziehern hat die Diktierkontakt im Vordergrund.

KOMMENTAR

Chance nutzen

Schüler und Lehrer bestätigen: Das SVZ-Medienprojekt gut, weil leicht zu nutzen, hochinteressant gemacht, sauber strukturiert. Und doch hapert es bei der Nutzung. Also Chance ergreifen und selbst ausprobieren!

Bert Schüttpelz
Bert.Schuettpelz@svz.de

Die Kommentare sind geschlossen.

zurück