Wohin mit meinem Fünftklässler?
Schweriner Volkszeitung, 03.12.2019, Mario Kuska
Thema der Woche: Wenn die Grundschule Geschichte ist / Die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in Schwerin
Von Mario Kuska
SCHWERIN Vier Jahre sind an der Grundschule für viele Kinder in Schwerin bald vorüber. Noch ein letztes Halbjahr und dann beginnt für hunderte Noch-Grundschüler ein neuer Schulabschnitt. Doch wohin schicken die Schweriner Eltern ihre Jungen und Mädchen eigentlich? Welche Möglichkeiten gibt es? In dieser Woche zeigt die Serie der SVZ die verschiedenen Schultypen. Heute: die Qual der Wahl. Das Kind ist eine Sportskanone und bringt gute Noten nach Hause, es ist talentiert im Volleyball, beim Fußball oder im Handball. Schon ist klar: Es soll das Sportgymnasium werden. Eine Anmeldung und ein paar Tests später kann schon eine bestätigte Annahme in den Briefkasten flattern. Ähnlich ist es, wenn das Kind hochbegabt ist und ans Fridericianum gehen kann. Oder wenn es besonders musisch begabt ist und demnächst am Goethe-Gymnasium die weiterführende Schule beginnen und bis zum Abitur durchlaufen kann. Doch was machen all die Normalos in Schwerin, die entweder ein ganz normales Gymnasium suchen oder eine solide Regionalschule, auf die sie ihr Kind schicken können? Nicht alle Schulen genießen den gleichen Ruf. Mütter und Väter müssen viel recherchieren. Für die besser Betuchten bleiben noch die Privatschulen. Ein paar hundert Euro Schulgeld im Monat, ein persönliches Gespräch, gegebenenfalls Auswahltests in einer dieser Bildungseinrichtungen – und die Chancen zur Annahme stehen nicht schlecht. Alternative ist zudem die Integrierte Gesamtschule, doch überall sind die Kapazitäten begrenzt und die Eltern, die jüngst vor der Schulwahl gestanden haben, Tage der offenen Türen besucht und Gespräche mit dem Schulpersonal geführt haben, warten derzeit auf ihre Zu- oder Absagen. Da wird sicherlich einmal mehrmals in den Postkasten geschaut, denn Eltern und Kinder wollen Gewissheit.

Kurz vor dem Ende der Grundschulzeit heißt es für Schweriner Kinder und Eltern: Qual der Wahl FOTO: IMAGO IMAGES