Zukunftstag mit der IWJB gGmbH
Im Jahr 2015 twitterte eine Schülerin: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Viele Schülerinnen und Schüler stimmten ihr zu und sprachen sich für mehr finanzielle und realweltliche Bildung aus. Die IWJB gGmbH veranstaltet dazu jedes Jahr Zukunftstage an Schulen, die genau dies zum Ziel haben. Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft, die übrigens ehrenamtlich für die IWJB arbeiten, boten den Schülerinnen und Schülern am Dienstag, 16.09.2025, mit vier einstündigen Seminaren Einblick in die Welt der Erwachsenen.
Seminar 1: Finanzen
Robert Sachs, Filialdirektor der Deutschen Bank Schwerin, klärte Schülerinnen und Schüler über sinnvolle Investitionen auf. Dabei ging es auch um die emotionale Komponente, die er passend „Erwartungsmanagement“ nannte. Ein beliebtes Investitionsmittel, Exchange Traded Funds (ETF), wurde im Detail erläutert.
Seminar 2: Berufsstart
Rica Witt von der IHK Schwerin sowie Jeanette Naujack und Niclas Häske der pwc GmbH besprachen Bewerbungen, Lebensläufe und Vorstellungsgespräche im Zeitalter von KI und Automatisierung, und warum es sich weiterhin lohnt, all dies selbst zu schreiben.
Seminar 3: Steuern
Martin Rachow, selbstständiger Steuerberater, führte Schülerinnen und Schüler in das Thema Steuern und Abgaben ein. Dabei wurden nicht nur alle Arten von Steuern und Abgaben erklärt, sondern auch eine kritische Diskussion um Lohnsteuerklassen, Bürgergeld und die Frage, ob sich Arbeit lohnt, geführt. Rachow war sich sicher: Arbeit lohnt sich immer.
Seminar 4: Wohnen
Thomas Franck, Immobilienmakler, betreibt seine eigene Maklerfirma in Schwerin. Er kennt die Stadt wie seine Westentasche und beobachtet aktuelle Bauvorhaben in Schwerin. Neben ein wenig Lokalkolorit vermochte er es, den Schülerinnen und Schülern sämtliche Grundlagen vom Hausbau bis zur Miete als Wohngemeinschaft zu vermitteln.
Hier eine Beispielabrechnung aus Martin Rachows Seminar zu Steuern. Aus dieser geht hervor, dass eine Arbeitgeberin 4.816,00€ brutto aufwenden muss, damit ihrer Arbeitnehmerin 2.603,84€ netto ausgezahlt werden können.
2025 09 18 Abrechnungsblatt Beispiel

Frau Warziniak moderierte die Veranstaltung an und teilte alle SuS zu.