Neuer Chef der Schweriner Commerzbank ist Philipp Thiel. Der 32-Jährige hat 2008 am Fridericianum sein Abi gemacht. Foto: Mathias Paulokattum
8. Mai 2021

Zurück in Schwerin als Bankdirektor

Zurück in Schwerin als Bankdirektor

Philipp Thiel wird mit 32 Jahren Chef der Commerzbankfiliale in der Landeshauptstadt

Bert Schüttpelz

Es ist noch gar nicht lange her, dass Philipp Thiel sein Abitur am Fridericianum gemacht hat. Das war 2008, ein Jahr vor der Bundesgartenschau. Nach einem Jahrzehnt im Westen ist der Schweriner Jung nun wieder zurück in seiner Heimatstadt und zwar als Bankdirektor. Seit Monatsbeginn leitet Thiel die Commerzbankfiliale in Schwerin und ist zugleich Chef der Zweigstellen in Wismar und Parchim. „Ich habe immer die Verbindung zu Schwerin gehalten“, berichtet der 32- Jährige. „Für mich ist Schwerin nicht nur der Ort meiner Kindheit und Jugend, sondern auch eine Stadt mit enorm hoher Lebensqualität. Vor allem die Seen sind für mich als Segler und Angler ein Magnet“, erzählt er. Diese Vorzüge habe er viele Jahre als Dauercamper genutzt, nun sei er auf der Suche nach einem passenden Grundstück. „Ich möchte, dass nun auch meine Familie – ich habe ein dreijährige Tochter Schwerin als Lebensmittelpunkt bekommt“, sagt Philipp Thiel. Nach dem Abitur hat Thiel eine Lehre zum Bankkaufmann absolviert. Dann studierte er in Flensburg Betriebswirtschaftslehre und arbeitete danach in verschiedenen norddeutschen Städten wie Buxtehude, Uelzen und Stade.

„Da habe ich nicht nur viele berufliche Erfahrungen sammeln können, sondern bin seit fünf Jahren auch in Leitungsfunktionen tätig“, berichtet er. Deshalb sieht er auch kein Problem darin, dass er nun als Chef in Schwerin jünger ist als fast alle seine Mitarbeiter. „Das passt schon. Die Kollegen hier sind ein super Team“, betont Thiel. Und das Geschäftsfeld sei gut bestellt.

Denn trotz vieler Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie ziehen die Commerzbank-Filialen in Schwerin, Wismar und Parchim für das vergangene Jahr eine positive Bilanz. „Insgesamt haben wir 2020 in meinem jetzigen Verantwortungsbereich mehr als 1800 neue Kunden gewinnen können. Wir betreuen hier nun insgesamt mehr als 24 000 Kunden und haben ein Geschäftsvolumen von rund 500 Millionen Euro“, so Thiel. Die Lockdown-Zeit habe zugleich dazu geführt, dass sich Kunden verstärkt um ihre Geldanlage gekümmert hätten. „Viele haben Wertpapiere gekauft – davon einige zum ersten Mal“, berichtet Thiel. Besonders beliebt seien Wertpapiersparpläne: Ihre Zahl stieg in Schwerin um ganze 46 Prozent.

Ein starkes Wachstum verzeichnete die Commerzbank zudem bei Immobilienfinanzierungen. „Die Corona-Krise hat den Wunsch nach Wohneigen noch einmal verstärkt. Dabei geht der Trend raus aus der Stadt ins Grüne.

Auch hier in Schwerin und Umgebung liegen Einfamilienhäuser mit Garten vorn“, sagt Philipp Thiel.

Er fasst als Ziel für seine Arbeit zusammen: „Wir werden eine noch digitale, schnellere Bank mit der persönlichen Note vor Ort.

Unsere Kunden können uns auf allen Kanälen erreichen-digital, mobil und persönlich.“

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